Affiliate Marketing: So erzielst Du ein passives Einkommen

Der Begriff des Affiliate Marketing ist in aller Munde. Wir erklären Dir, was hinter dem Online Marketing ohne eigene Produkte steckt und wie Du Dir dadurch ein passives Einkommen aufbaust.

Diese Basics, Modelle und Fallstricke solltest Du unbedingt kennen, bevor Du mit eigenen Marketingkampagnen zum Bewerben der Affiliatelinks durchstartest!

Du hast viele Projekte und würdest gern hoch hinaus, aber die dazu Zeit fehlt? Wir versprechen Dir, dass Du auch dann Geld verdienen kannst, wenn Du gerade aktiv nicht arbeitest.

Diese Form des Einkommens nennt sich passives Einkommen. Ein passives Einkommen lässt sich durch viele Tätigkeiten erzielen.

Die angenehmste davon ist das Affiliate Marketing. Alles was Du dazu benötigst sind

  • grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Webeditoren,
  • eine gute Idee und
  • ein Affiliate Partner.

1. Was ist eigentlich Affiliate Marketing?

Affiliates sind im Englischen Partner eines Unternehmens. Dazu zählen Vertriebs- und Vertragspartner, aber auch Geschäftspartner und angegliederte Gesellschaften.

Die Partnerschaft wird an verschiedenen Faktoren festgemacht, wichtig ist jedoch, dass beide Seiten essentiell profitieren. So meint der Begriff des Affiliate Marketing auf Deutsch also ein Bewerben zwischen Partnern.

Einer dieser Partner bist in diesem Fall Du. Der andere Partner sind Unternehmen, die Partnerprogramme anbieten.

Als Casino Affiliate bewirbst Du also beispielsweise die Dienstleistungen und Angebote eines Casinos. Dieses zahlt dir Geld dafür, wenn Deine Werbung erfolgreich war.

Nun wirst Du sagen: Stopp, ich bin ja keine Werbeagentur und kann keine Plakatwände buchen oder Flyer verteilen. Richtig, darum nutzen die Programme auch alle verfügbaren Onlineplattformen, die Du ihnen zur Verfügung stellst. Als Influencer würdest Du die Inhalte in deine Videos und Fotos einbinden und ein Produkt direkt bewerben. Im klassischen Affiliate Marketing erstellst Du dafür Websites.

Abgrenzung zu Schneeballsystemen und Betrug

Im Affiliate Marketing oder Email Marketing hast Du die Strippen in der Hand. Du hast die alleinige Kontrolle darüber, welche Produkte Du bewerben möchtest.

Und dafür musst Du diese Produkte nie auch nur in der Hand gehalten haben. Das macht den großen Unterschied zu Schneeballsystemen und Abzockermodellen, bei denen Du an einem Produkt beteiligt bist.

Nur wenn Du dieses konkrete Produkt irgendwie verkauft bekommst, für das Du geschult wurdest, bekommst Du dein Geld wieder herein. Erst dann kannst Du beginnen, Geld zu verdienen.

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Im Email Marketing hast Du oft eine eigene Dienstleistung anzubieten. Du vertreibst beispielsweise ein zuvor produziertes Seminar oder andere digitale Produkte. Aber auch hier kann ein Schneeballsystem eine Rolle spielen, bei dem im Grunde nur der Erfinder des jeweiligen Systems eine Rolle spielt.

Im Affiliate Marketing betreibst du in der Regel kein Email Marketing, oder versendest lediglich von Zeit zu Zeit Newsletter.

Im Affiliate Marketing bist Du der Unternehmer, bei dem sich die Partnerunternehmen um Webspace bewerben. Die Websites und Blogs, auf denen Du Werbung anbietest, sind dein Kapital.

Die Platzierung selbst kostet dich keinen Cent, Du verdienst automatisch Provision wenn Kunden sich für das Produkt interessieren. Zu Deinen Pflichten gehört es, die Werbeplätze auf den Affiliate Websites für die Partner besonders attraktiv zu halten.

Mit den Produkten selbst, Support, Verkaufsabwicklung und rechtlichen Rahmen der Verträge hast Du nichts zu tun. Aber Achtung, in unseren Rechtstipps erfährst Du, worauf Du bei der Platzierung dennoch achten musst.

Qualifikationen und Anforderungen

Was brauchst Du nun also, um ein passives Einkommen durch Online Affiliate Marketing zu erzielen? Es gibt keine Ausbildung zu diesem Job, aber es hilft, die Grundlagen guter Werbung zu kennen.

Wenn Du also schon einmal im Verkauf, mit Kunden oder in der Werbebranche gearbeitet hast, profitierst Du von deinen Skills. Unbedingt solltest Du Dich auch mit dem Anlegen und Gestalten von Websites beschäftigen.

Für Affiliate Websites musst Du kein Webdesigner oder Programmierer sein. Aber wirkt die Website wie unverändert aus dem WordPress Start-Theme generiert, werden Kunden deine Werbelinks nicht als seriös einstufen.

Apropos Kunden – Sie erwarten natürlich von deiner Affiliate Website Inhalte, die sie zum Weiterlesen und Shoppen verleiten. Konkret brauchst Du also Ideen, was Du in welcher Weise bewerben möchtest.

Der Text-, Bild- und Videocontent muss außerdem unique, also einzigartig, sein. Für diesen Teil kannst Du mit anderen Freiberuflern zusammenarbeiten oder Agenturen beauftragen. Zu Beginn solltest Du jedoch einige interessante Texte und Grafiken auch selbst erstellen können.

2. So erstellst Du Deine erste eigene Affiliate Marketing Website

Das Herzstück deiner Tätigkeit im Affiliate Marketing ist die eigene Website zu einem bestimmten Thema oder Produkt. Möchtest Du beispielsweise Casino Affiliate werden, beschäftigt sich die Website mit Themen rund um Glücksspiel, Wetten oder dem Geld verdienen von daheim.

Nischenseiten statt Website?

Auch über Nischenseiten lässt sich gezieltes Affiliate Marketing betreiben. Ein Affiliate Marketing Beispiel: Es gibt zahlreiche akkubetriebene Staubsauger auf dem Markt. Auf einer Nischenseite vergleichst Du diese Staubsauger und stellst sie mit ihren Vorteilen vor.

Der Kunde kann über einen Link unter den Tests und Artikeln direkt den gewünschten Staubsauger erwerben.

Nischenseiten sind schneller aufgebaut als eine komplexe Website zu einem Thema. Sie werfen häufig auch höhere Erträge ab, weil der Kaufwunsch bereits vorhanden ist, wenn der Kunde die Seite besucht.

Dafür bist Du hier thematisch und in den Neuigkeiten sehr eingeschränkt und musst die Seite mindestens einmal im Jahr generalüberholen für aktuelle Modelle und Daten.

Websitebaukästen und Hosts

Die meisten Einsteiger entscheiden sich dafür, ihre Website mit dem WordPress System anzulegen. Du kannst sie aber natürlich in jedem Programm und Editor voranlegen und über einen gemieteten Host wie Alfahosting online stellen.

Wichtig sind in jedem Fall die einprägsame Domain und Möglichkeiten, die Seite jederzeit zu ergänzen. Unter dem Namen Akkustaubsaugertest2018.domain vermittelst Du ein seriöseres Bild als unter MikesHomepage.Wordpress.com.

Titel und Auftritt der Website oder Nischenseite entscheiden maßgeblich über den Erfolg der Unternehmung.

Wenn Du selbst keine grafischen Vorkenntnisse hast, solltest Du auf eines der vielen verfügbaren WordPress-Themes im Netz zurückgreifen und es anpassen. Informiere Dich zuvor darüber, wie eine Seite so strukturiert wird, dass Kunden gern weiterlesen.

Auch die Strukturierung der Inhalte trägt dazu bei, Interesse zu wecken. Auch Internet Marketing SEO und Analyse von Kundendaten ist ein wichtiges Thema.

Content, Content, Content!

Beim Erstellen und Pflegen der Website kommt es darauf an, möglichst viel Content anzubieten. Nur so kannst Du durch cleveres SEO dafür sorgen, dass deine Seite in Google auch wirklich auffindbar ist.

Außerdem eignet sich Content aller Art, interne Links zu schaffen. Interessieren sich Kunden für Deine Themen, ist es wichtig, Anreize zum Wiederkommen zu schaffen.

Staubsauger kauft man beispielsweise nicht mehrmals im Jahr, sehr wohl aber Staubsaugerzubehör. Bewirb daher also nicht nur das Produkt selbst, sondern auch Dinge, die für Besitzer des Produktes attraktiv sind.

3. So verdienst Du mit der Affiliate Website passiv Geld

Du siehst bereits, das Erstellen einer Affiliate Website zu Marketingzwecken braucht Zeit, Mühe und einige wichtige Skills. Warum wir dennoch von einem passiven Einkommen sprechen?

Bei Affiliate Marketing hast Du zwei Möglichkeiten, Geld zu verdienen, ohne die Inhalte ständig neu anzupassen.

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Klassisches Affiliate Marketing: Verlinkungen

Wenn wir von Affiliate sprechen, sprechen wir meistens von dem Verkaufen von Produkten in anderen Shops über externe Verlinkungen. Auf Amazon wird beispielsweise ein Staubsauger von Miele angeboten.

Miele nutzt den Vertriebsweg über Amazon, um günstig neue Kunden zu erreichen. Amazon bietet Dir in seinem Partnerprogramm an, die Produkte auf Deinen Websites zu verkaufen.

Wird der Kauf erfolgreich abgeschlossen und gibt der Kunde das gekaufte Produkt nicht innerhalb der Rücknahmefrist zurück, erhältst Du 3-5 Prozent des Netto-Verkaufspreises als Provision ausgezahlt.

Die Provisionssätze liegen zwischen 1 und 12 %  – hier einige Beispiele:

  • Bücher, Büroartikel und Haustierzubehör 7%
  • Computer und Kameras 3%
  • Fernseher und Smartphones 1%.

Programme für Verlinkungen werden von vielen großen und kleinen Shops angeboten.

Auch durch Banner- und Werbeanzeigenplatzierung lässt sich Geld verdienen. Hier unterscheiden die Partner zwischen Zahlung pro Klick und Zahlung pro Kauf.

Dafür kannst Du die Inhalte der Seite selbst völlig frei gestalten. Partner suchen sich dann über automatisierte Platzierungen Seiten, die zu ihren Keywords passen.

Ein großer Nachteil: Du hast nur wenig Kontrolle, wer bei Dir wirbt und wofür genau. Tracking Ads, also Werbung die dem Kunden angezeigt wird, nachdem er einen bestimmten Shop besuchte, um zu einem weiteren Kauf angeregt zu werden, generieren aber auch relativ hohe Werbekostengewinne.

Passende Affiliateprogramme finden

Wo kaufst Du am liebsten ein? Shops die Du selbst gut kennst, eignen sich oft als beste Affiliate Werbepartner, da Du Erfahrung mit ihren speziellen Produkten hast.

Große Anbieter wie Amazon sind dafür unkompliziert und mit relativ wenig Vorerfahrung nutzbar. Agenturen die für ihre Kunden Werbeplätze suchen, tun dies meist über Google AdWords oder ähnliche Angebote.

Darum solltest Du dort registriert sein, wenn Du eigene Werbeplätze anbietest.

Websites wie 100Partnerprogramme.de helfen Dir dabei, neue Partnerprogramme zu finden, die zu Deinen Angeboten passen könnten. Findest Du ein Programm das Dir gefällt, musst Du Dich meist mit deiner Seite bewerben.

Dazu ist es hilfreich, diese schon ohne Anzeigen eine Weile laufen zu lassen, um den Traffic zu beobachten.

4. Durch Affiliate Marketing zur Selbstständigkeit

Es ist geschafft, Du hast deine erste Website angelegt und wurdest in ein attraktives Partnerprogramm aufgenommen. Wie geht es nun weiter? Achtung, noch darfst Du kein Geld verdienen.

Du bist nun Unternehmer

Es ist wahr, der Betrieb eigener Affiliate Websites macht Dich in Deutschland umgehend zum Unternehmer, beziehungsweise Gewerbetreibenden. Noch bevor Du deine ersten Provisionen einstreichen kannst, ist also der Gang zum Gewerbeamt unerlässlich.

Hier meldest Du dich als Onlineunternehmer an. Als Beschreibung Deiner Tätigkeit eignet sich erfahrungsgemäß “Dienstleistungen im Internet” hervorragend. Niemand möchte so genau wissen, wie deine Websites aussehen.

Alles was für das Gewerbeamt wichtig ist, ist dass die Einnahmen ordentlich versteuert werden und eine ungefähre Affiliate Marketing Erklärung um einzuordnen, was Du da überhaupt tust.

Bereits selbstständig?

Das gilt auch, wenn Du vorher bereits selbstständig warst. Bist Du bisher beispielsweise als Freiberufler tätig, weicht der Vertrieb fremder Produkte über Kauflinks immer noch weit von der bisherigen Tätigkeit ab.

Das Gewerbe wird notwendig, weil Du in einem Handelskreislauf eingebunden bist. Damit musst Du natürlich auch einige Regeln für den Gewerbebetrieb und Handel einhalten. So darfst Du beispielsweise keine falschen Verkaufsversprechen abgeben oder mit Negativwerbung die Aufmerksamkeit von einem Konkurrenzprodukt weglenken.

Steuerpflichtige Einnahmen im Affiliate Marketing

Beim Finanzamt gelten alle Einnahmen, die Du durch Affiliate Marketing erzielst als regulärer Gewinn. Du bist also zu einer Steuererklärung über Deine selbstständige Tätigkeit plus die Gewerbetätigkeit verpflichtet.

Nach Abzug der Freibeträge und Ausgaben musst Du also auf ein erfolgreich generiertes passives Einkommen durch Online Affiliate Marketing auch Steuern zahlen.

5. Unbedingt beachten: Diese Fehler beim Affiliate Marketing solltest Du vermeiden

Abschließend möchten wir Dir einige wichtige Tipps mit an die Hand geben, welche Fehler Du von Anfang an vermeiden solltest.

Datenschutz: An der Datenschutzdebatte kam im letzten Jahr niemand vorbei. Die DSGVO gilt auch im Internet Marketing. Informiere Dich also zwingend, wie eine vollständige Datenschutzerklärung und ein Impressum aussehen und welche Cookies und Plugins wirklich erlaubt sind.

Unabhängigkeit sofort?: Chef, ich kündige, ich mache jetzt Affiliate Marketing! Schlechte Idee. Das passive Einkommen wird deutlich langsamer generiert als aktive Arbeit und bleibt am Anfang auch einmal ganz aus. Betrachte Affiliate Websites zunächst als nettes Nebenprojekt.

Gesetze kennen: Steuerrecht, Handelsrecht, Werberecht, Jugendschutz – Es gibt viel zu lernen. Im Online Affiliate Marketing und als Betreiber von Affiliate Websites ist es wichtig, die aktuellen Gesetze zu kennen. Besonders das Urheberrecht ist eine beliebte Falle. Informier dich vorab, welche Inhalte und Bilder Du für was und wie verwenden darfst.

Tipp: Konkurrenz im Affiliate Marketing beobachten

Die Tätigkeiten der Affiliate Anbieter im Netz sind zahlreich. Gerade als Einsteiger solltest Du Dir also einige der erfolgreichen Betreiber anschauen. Als erfolgreich gilt, wer durch dich auf Google gefunden wird und dabei auf den ersten 2 Seiten der Treffer vertreten ist.

Backlinks und gutes SEO sorgen dafür, dass diese Seiten viele Verkäufe generieren. Wenn Dich die Website anspricht, stehen die Chancen gut, dass der Betreiber etwas richtig macht.

Du hast Fragen oder Anregungen rund um Affiliate Marketing? Lass uns in den Kommentaren wissen, welche Erfahrungen Du gemacht hast und welche Tipps Du Einsteigern mit auf den Weg geben würdest!

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